Ich habe im Blog „Debunking SRA“ einen Kommentar zum Beitrag „ZDF-Fernsehrat: Rückschlag für die Aufklärung“ hinterlassen. Ich veröffentliche ihn hiermit auch in diesem Blog als erste Reaktion auf die Entfernung einer Sendung von Magazin Royale zum rituellen (satanistischen) Missbrauch aus der Mediathek. Der Grund ist, dass sich hierdurch eine weitere strukturelle Facette gesamtgesellschaftlichem Kindesmissbrauch gewissermaßen von selbst aufdeckte. Besonders skandalös daran ist, dass die Initiative an dieser Zensurmaßnahme von der Institution des „Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs (UBSKM)“ ausging. Verantwortlich für den Vorstoß beim UBSKM war die UKASK oder Aufarbeitungskommission, die dem UBSKM zugeordnet ist.
Das zensierte Video können Sie hier sehen.
Und nachstehend mein erster Kommentar zu dem Komplex der erfolgten Zensurmaßnahme:
Wie zwingend es ist, sich in probatorischen Stunden ein Bild von dem Traumatherapeuten zu machen, der einen bei der Lösung posttraumatischer Beschwerden begleiten soll, habe ich selbst erlebt. In einer Phase zwischen zwei Therapien waren es 16 verschiedene Therapeuten, die ich konsultierte. Gleichzeitig zeigt meine Erfahrung auch, wie leicht es ist, dabei an den falschen zu geraten. Eine aufgenommene Therapie brach ich nach zehn Stunden ab, da die Therapeutin körperlich übergriffig wurde.
Die Erzählungen von Therapieopfern aus satanistisch – besser gesagt exorzistisch – basierter Traumatherapien sind himmelschreiend. Ja, es konnte sich auf die amerikanische Satanic Panic der 90er Jahre hierzulande eine geradezu verbrecherische Therapieszene etablieren, der die zeitweilig von Tätern unterwanderte Aufklärung zu „falschen Erinnerungen“ letztlich entgegenkam und den Opfern der verschwörungstheoretischen Therapeuten einen Bärendienst erwies.
Dass die Aufarbeitungskommission (UKASK) den ZDF-Fernsehrat einschaltete, um eine kritische Sendung zu missbräuchlichen Traumatherapien zu zensieren, ist der I-Punkt bei dieser Verschwörung der Verschwörungstheoretiker. Die durch verbrecherische Traumatherapien traumatisierten Patienten sollen nun vor den Auswirkungen der Verbrechen geschützt werden, indem man sie vor den Fakten ihres therapeutischen Missbrauchs durch Zensur verschont und ihnen somit eine Orientierung zur Überwindung des durch induzierte Erinnerungen erlittenen Traumas verweigert. Das ist bösartig und eben von jener Verachtung gegenüber den Traumaopfern, die man der Sendung von Magazin Royale in verleumderischer Weise nachsagt.

Ein Gedanke zu “Strukturen des Missbrauchs am Beispiel staatlichem Beistands für eine verbrecherische Therapeuten-Clique”