#mentoo: Sexuelle Gewalt von Frauen an Männern

Männer sind keine Teufel und Frauen keine Engel. Männer belästigen Frauen, Frauen belästigen Männer. Wir sollten unsere gängigen Vorurteile hinterfragen. Derzeit rollt wieder eine „Moral panic“ um den halben Globus, weil ein Filmproduzent Schauspielerinnen auf der Besetzungscouch flach legte. Ein Fick für eine Rolle, das war der Handel. Dieser Handel geht bekanntermaßen auch auf der homosexuellen Schiene. Aber er läuft auch auf der Schiene mächtige Frau zu ohnmächtigen Mann. Frauen nötigen Männer, stellen ihnen nach, belästigen und vergewaltigen sie. Dieser schlichte Sachverhalt wird gesellschaftlich verschwiegen und geleugnet. Es gilt nach wie vor der feministische Narrativ: Männer sind Schweine, und er wird nicht hinterfragt. Das ist keine Aufrechnung oder Relativierung im Sinne von Tu quoque, sondern der Verweis auf eine gesellschaftliche Verblendung, durch die sich ein Tabu sexualisierter Gewalt erhält und somit Strukturen des Missbrauchs konserviert werden. Die allgemeine Resistenz gegenüber einem möglichen Perspektivwechsel prolongiert nicht nur das Tabu, sondern ermöglicht tagtäglich weitere Verbrechen gegen die sexuelle Selbstbestimmung von Männern und Frauen, von Kindern und Jugendlichen. Hierdurch aber wird sexualisierte Gewalt geduldet, was wiederum bedingt, dass sie insgesamt relativ bleibt und somit weiterhin in jeder Weise ermöglicht wird. Nein heißt Nein gilt nicht nur für Frauen, sondern auch für Männer. Frauen, die das weder wahrhaben noch respektieren wollen, sind potentielle Vergewaltigerinnen. – Und wie recht ich mit meiner Ansicht zum strikten Tabu habe, zeigt mir mein Rechtschreibprogramm, das bei dem Wort „Vergewaltigerin“ anschlägt.

Aus diesem Grund habe ich nachstehenden Blogbeitrag von Uepsilonniks, der sich mit dem Umfang weiblicher sexualisierter Gewalt befasst, rebloggt.

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