
Nachdem verschiedentlich Meldungen im Netz kursierten, dass entgegen vorangegangener Informationen der Fonds Sexueller Missbrauch bereits im Frühjahr und nicht erst zum Ende des Jahres 2025 keine Neuanträge mehr annimmt, erkundigte ich mich bei der Geschäftsstelle des Fonds. Heute erhielt ich nachstehende Antwort:
„Vielen Dank für Ihre Nachricht. Ich muss Ihnen leider mitteilen, dass beim Ergänzenden Hilfesystem (EHS) keine Erstanträge mehr gestellt werden können. In den letzten Wochen sind mehr Anträge eingegangen als erwartet. Aufgrund der hohen Nachfrage sind die im Bundeshaushalt vorgesehenen Mittel für die Gewährung von Leistungen an Betroffene vorzeitig erschöpft. Daher können nach derzeitiger Prognose Erstanträge mit dem Eingangsdatum ab dem 19. März 2025 nicht mehr bewilligt werden.
Änderungs- und Ergänzungsanträge können weiterhin, auch nach dem 31. Dezember 2025, gestellt und bearbeitet werden. Weitere Informationen zu den Änderungen beim EHS erhalten Sie auf unserer Internetseite http://www.fonds-missbrauch.de unter der Rubrik „Aktuelles“.
Ich bedauere, dass ich Ihnen keine positivere Nachricht mitteilen kann.“
Verschiedentlich wurde darüber nachgedacht, einen neuen Fonds aufzulegen, der im Gegensatz zum bisherigen den haushaltstechnischen Anforderungen genüge. Ob aus diesen Überlegungen ein neues Hilfesystem für Missbrauchsopfer entstehen wird, bleibt offen. Jedenfalls beteiligten sich wider der ursprünglichen Absicht nur drei Bundesländer an der Finanzierung des Fonds. Er sollte mit 100 Millionen Euro aufgelegt werden, wovon Bund und Länder sich hälftig beteiligen wollten.
Da die meisten von Kindesmissbrauch Betroffenen führen aufgrund der Traumafolgestörungen ein prekäres Leben. Zudem treten viele psychosomatische Folgeschäden erst mit zunehmenden Alter auf beziehungsweise werden akut. Hier war der Fonds eine große Hilfe, denn so konnten die Behandlungskosten dafür durch den Fonds übernommen werden, die die Betroffenen eben wegen ihrer prekären Lebenslage kaum selbst tragen konnten. Bei mir z.B. sprang der Fonds für die psychotherapeutische Folgebehandlung nach meiner ersten Traumatherapie ein, die ich selbst nicht hätte finanziell stemmen können. Durch diese nahtlose Fortsetzung der Behandlung wurde mir quasi das Leben gerettet, denn ich war damals immer noch hoch suizidgefährdet.
Aber die Hälfte des Haushaltes für die Aufrüstung…
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… und denkt man weiter, kommt man auf den Punkt, dass ein Teil der Kriegsführung in sexualisierter Gewalt besteht. Denkt man dann noch seitwärts, kommt einem in den Sinn, dass die Ukraine Millionen durch Leihmutterschaft einnimmt. Letztlich enden viele Kinder als Kriegswaisen in Kinderheimen und sind dort der sexualisierten Gewalt durch Kleriker, Erzieher und älteren Kindern ausgeliefert.
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