Im November zeigt Mann Schnauze, oder besser gesagt einen Schnauzer, Schnurrbart oder Oberlippenbart. Warum das? Nicht um die Nebelschwaden wie Bergfichten auszukämmen, sondern um auf die gesellschaftliche Vernachlässigung der Männergesundheit hinzuweisen und seine Geschlechtsgenossen zu ermuntern, die späten, erst in der zweiten Lebenshälfte krankenversicherten Angebote für die männliche Krebsvorsorge hinsichtlich Hoden- und Prostatakrebs wahrzunehmen; oder auch um sich bewusst zu machen, dass ein Burnout kein Heldenleid, sondern ein ernstzunehmendes Symptom für eine Depression sowie ein Zeichen dafür ist, wie die seelische Gesundheit von Männern durch Schönrederei gesellschaftlich missachtet wird. So ist beispielsweise der Überhang an weiblichen Psychotherapeuten eine institutionelle Verweigerung von seelischer Genesung für Männer; denn nicht jeder Mann bringt gegenüber einer Psychotherapeutin das Vertrauen auf, sein Innerstes zu offenbaren. Zudem haben auch nicht alle Psychotherapeutinnen Verständnis für die seelischen Nöte von Männern; hegen doch etliche unter ihnen eine tiefe Misandrie. Weiterlesen
